Baby- oder Kleinkinderschwimmen


Atemschutzreflex
Bei den Autoren über Babyschwimmen zu diesem Begriff nachgeforscht gibt viele verschiedenen Meinungen wieder. Bei Lilli Ahrend, Uwe Legahn und Anke Raabe-Oetker kann man folgendes nachlesen: "Babys haben einen angeborenen Atemschutzreflex. Der Reflex wird durch Wasserberührung im Gesicht ausgelöst, er stoppt die Atemaktivität und schützt die Atemwege vor Wassereintritt. Der Atemschutzreflex verliert sich um den 6. Lebensmonat rum, wann genau ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Manche früher, manche später. Der Atemschutzreflex schützt das Baby nicht vor ganz normalem Verschlucken."

Tauchendes Kleinkind Raabe-Oetker schreibt, dass der Atemschutzreflex sich nicht durch Tauchübungen automatisch in eine bewusst erlernte Atemtechnik umwandeln lässt. Legahn wiederum schreibt, dass aus dem unbewusstem Atemschutzreflex durch Lernprozesse ein bedingter Reflex wird. Ahrendt schreibt, dass jeder Mensch sein ganzes Leben lang über einen Mund-Nase-Reflex verfügt, der ebenfalls mit Berührung mit Wasser im Gesicht ausgelöst wird. Leghan schreibt auch, dass erst mit zwei Jahren die Atmung eigenständig kontrolliert werden kann. Aber Rainer Cherek hat wieder eine ganz andere Auffassung und Meinung über das Tauchen und den Atemschutzreflex.

Aus diesen verschiedenen Auffassungen heraus, resultieren die verschiedenen Tauchtechniken der Autoren.
    Raabe-Oetker
  • Babys müssen nicht unbedingt tauchen
  • macht zuvor Gießkannenspiele
  • Baby wird angepustet (willkürlicher Mundschluss) und dann wird getaucht
  • immer in Blickkontakt bleiben
Tauchendes Kleinkind
    Legahn
  • Kopf begießen
  • noch während des Begießens, wenn das Kind den Mund schließt, auf ein bestimmtes Signal (1-2-3) tauchen
  • gemeinsam tauchen
  • langsam eintauchen, damit kein Wasser in Mund und Nase gedrückt wird
    Ahrendt
  • Wassergussmethode: schrittweise Gewöhnung mit Hilfe von Wassergüssen über den Kopf
  • das Baby wird erst eingetaucht, wenn es das Wasser kennengelernt und angenommen hat (im Gegensatz zu den Anspritz-, Anpust-, Wortbegleittechniken)
    Cherek
  • verzichtet ganz auf das Tauchen


Stellungnahme des Amateur-Sport-Clubs dazu:

Muss das Tauchen unbedingt sein?

Wenn die Babys mitmachen, ist es in Ordnung. Macht ein Baby nicht mit, dann bitte nicht zum Tauchen zwingen. Beim Babyschwimmen geht es nicht um das Tauchenlernen, sondern um die Freude, um den Spaß im Wasser!

Warum müssen Eltern beim Kleinkinder-Schwimmen Mitglied im Verein sein?

Ein Versicherungsschutz besteht ohne Mitgliedschaft nicht, wenn die Aufsichtsperson (zusätzlich zu den Übungsleitern) nur ein Kind beaufsichtigen können. Es ist nur die Person, die im Verein Mitglied ist, auch beim Kleinkinderschwimmen versichert. Ist z. B. nur die Mutter Mitglied, ist sie auch versichert.
Theoretisch darf der Vater/Oma/Opa auch helfen, aber bei keiner Mitgliedschaft, besteht kein Versicherungsschutz durch die Sportversicherung des Vereins!